Turnierbericht
Abschluss: 7. Rang | Auszeichnung: Bestes Schiri-Team des Turniers | Für Lunkhofen spielten: Noé, Timon, Luca, Franek, Leon und Moritz
Die U14-Mannschaft des TV Lunkhofen nahm an der Schweizerischen Meisterschaft teil und lieferte dabei vor den Augen der vollständig mitgereisten Eltern eine tolle Leistung ab. Ein gelungener Teamabend am Samstag mit Eisessen, Teambuilding-Games im Park sowie dem Schauen des Filmklassikers «Mighty Ducks – Das Superteam» runden ein grossartiges Wochenende ab. Der 7. Schlussrang sowie die Auszeichnung als bestes Schiri-Team des Turniers unterstreichen, was das Team im Verlauf dieser Veranstaltung geleistet hat – sowohl sportlich als auch in der Übernahme von Verantwortung abseits des Spielfelds. Der folgende Bericht blickt auf sämtliche Spiele des Turniertages zurück und zeichnet die bemerkenswerte Entwicklung der Mannschaft nach.
Gruppenphase
TV Lunkhofen vs. FSG Savagnier – 2:0 (25:5, 25:15)
Ihr erstes Spiel vom Turnier bestreitet das U14-Team in der Gruppenphase gegen FSG Savagnier. Von Beginn weg zeigten sie eine fokussierte und dominante Leistung in allen Belangen. FSG Savagnier bot kaum Gegenwehr, was den Coaches Motyka und Bucher frühzeitig die Möglichkeit gab, Spielerwechsel vorzunehmen und alle Spieler zum Einsatz zu bringen.
Im zweiten Satz übernahm die Aufstellung, mit der der erste Satz beendet worden war, das Zepter und setzte die Überlegenheit konsequent fort. Das Resultat war ein ungefährdeter und souveräner Auftaktsieg – ein gelungener Einstieg in den Turniertag.
TV Lunkhofen vs. VBC Cheseaux – 1:2 (22:25, 25:23, 12:15)
Das zweite Gruppenspiel entwickelte sich zu einem der emotionalsten Duelle des gesamten Turniers. Gegen den VBC Cheseaux bekamen die Jungs zu spüren, dass die Schweizermeisterschaft ein anderes Niveau verlangt als die gewohnten Regioquali-Spiele. Grosser Anspannung und Nervosität zum Trotz spielte Lunkhofen jedoch von Beginn weg stark und erarbeitete sich im ersten Satz einen Dreipunkte-Vorsprung, den das Team aber letztendlich nicht nach Hause bringen konnte.
Besondere Probleme bereiteten die kurz hinter den Block gelegten Bälle von Cheseaux. Obwohl die Coaches immer wieder darauf hinwiesen, gelang es dem Team in dieser Phase noch nicht, adäquat darauf zu reagieren. Cheseaux nutzte diese taktische Variante konsequent aus und brachte Lunkhofen damit regelmässig zum Verzweifeln.
Der zweite Satz ging knapp an Lunkhofen, ehe im Tiebreak die Niederlage folgte. Das Resultat war enttäuschend, die Leistung aber ein klares Signal: das Team hatte die Qualität, auf diesem Niveau mitzuhalten.
TV Lunkhofen vs. VBC Ferney-Prévessin – 0:2 (22:25, 15:25)
Im dritten Gruppenspiel traf Lunkhofen auf den späteren Gruppensieger und letztendlichen Fünfplatzierten VBC Ferney-Prévessin. Auch gegen diesen starken Gegner konnten die Jungs gut mithalten. Zwar verfügte Ferney über einen spielprägenden, grossgewachsenen Angreifer, doch war es erneut die taktische Spielweise mit kurzen Bällen hinter den Block, die dem Team zu schaffen machte. Dank der wiederholten Hinweise der Coaches gelang es dem Team zunehmend besser, sich auf dieses Muster einzustellen. Zum Satzgewinn reichte es jedoch trotzdem noch nicht.
Mit der 0:2 Niederlage erreichte Lunkhofen den dritten Gruppenrang, was jedoch keinen Rückschluss auf die tatsächliche Stärke des Teams zuliess. Beide Sätze blieben lange offen, und die Mannschaft bewies einmal mehr, dass sie auf Augenhöhe agieren konnte.
K.O.-Phase
1/8-Finale: TV Lunkhofen vs. Volley Rüschlikon – 2:1 (15:25, 25:22, 15:11)
Das wichtigste Spiel des Tages. Als Gruppendritter der Gruppe D traf Lunkhofen im 1/8-Finale auf den Gruppenzweiten der Gruppe A, Volley Rüschlikon. Dank dem Scouting von Coach Motyka – der das Spiel zwischen Rüschlikon und March bereits beobachtet hatte, während Bucher das Spiel gegen Ferney-Prévessin coachte – war das Team taktisch bestens vorbereitet.
Dennoch erwischten die Jungs einen denkbar schlechten Start. Im ersten Satz fehlten Emotionen und Energie; die Mannschaft wirkte, als befände sie sich in einem Spannungsloch. Das Coaching blieb zunächst ruhig. Nach dem verlorenen Satz versammelte Coach Bucher alle Spieler in einem Kreis. Alle legten sich die Arme über die Schultern und Bucher sprach die Mannschaft mit klaren Worten an: «Ja, es ist heiss. Ja, wir haben zwei knappe Niederlagen hinter uns. Ja, wir sind langsam müde. Aber jetzt haben wir die letzte Möglichkeit, uns nochmals zu pushen, die Müdigkeit wegzudrängen, die Hitze zu vergessen und nochmals unser Bestes zu geben.»
Die Worte wirkten. Das Team trat im zweiten Satz deutlich überzeugter und wacher auf. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Lunkhofen für sich entscheiden konnte. Auch im Tiebreak behielten die Jungs die Nerven und sicherten sich mit 15:11 den Einzug ins Viertelfinale – ein Sieg, der für die Entwicklung des Teams kaum überschätzt werden kann.
Viertelfinale: TV Lunkhofen vs. Uni Bern – 0:2 (18:25, 23:25)
Im Viertelfinale wartete mit Uni Bern der spätere U14-Schweizermeister. Was die Mannschaft hier leistete, war die stärkste Turnierleistung überhaupt. In beiden Sätzen führte Lunkhofen mit jeweils 10:5 und zeigte damit, zu welchen Leistungen das Team fähig ist.
Im ersten Satz kam es bei einem Stand von 10:6 für Lunkhofen zu einer hitzigen Diskussion bezüglich des Spielstands, nachdem Berner Fans von der Tribüne den ihren Coach und das Schiedsgericht beeinflusst hatten. Die kurze Unruhe kostete Rhythmus und Konzentration, bevor Lunkhofen wieder auf 16:16 ausgleichen konnte. In der Folge setzte sich Bern mit einer äusserst soliden Aufschlag- und Defensivleistung ab und gewann den Satz klar.
Im zweiten Satz dasselbe Bild: Lunkhofen führte erneut souverän, doch die Berner Abgeklärtheit in der Schlussphase machte den Unterschied. Uni Bern verwaltete den Vorsprung routiniert und sicherte sich auch den zweiten Durchgang. Eine bittere Niederlage gegen ein aussergewöhnlich starkes Team – aber auch ein eindrücklicher Beweis der eigenen Qualität.
Rangierungsspiele
Platz 5–9: TV Lunkhofen vs. City Volley Basel – 1:2 (25:19, 10:25, 8:15)
Nach der Viertelfinalniederlage startete Lunkhofen ausgezeichnet ins Rangierungsspiel gegen City Volley Basel. Im ersten Satz war die Überlegenheit klar: sowohl am Aufschlag als auch im Angriff dominierte das Team. Spielerwechsel auf Seiten der Basler durchbrachen aber den Rhythmus von Lunkhofen etwas. Trotzdem sicherte sich Lunki den ersten Satz klar.
Basel konnte die aufgebaute Pace in den zweiten Satz mitnehmen, während Lunkhofen früh einem Rückstand hinterherhinkte. Nun zeigten sich die Unterschiede in der Trainingsfrequenz: die Basler Jungs, mit mehr wöchentlichen Trainingseinheiten ausgestattet, agierten technisch präziser, abgeklärter und ruhiger in den entscheidenden Momenten. Im Tiebreak setzte sich dieses Bild fort, und Basel sicherte sich knapp die Punkte.
Platz 7–8: TV Lunkhofen vs. VBC March – 2:0 (25:21, 25:18)
Im letzten Spiel des Tages bewies Lunkhofen erneut seine Stärke. Von Beginn an war das Team das bessere und profitierte einmal mehr vom Scouting von Coach Motyka, der VBC March bereits am Vortag beobachtet hatte. Beide Sätze gingen ungefährdet an Lunkhofen, auch wenn nicht mehr die Bestleistung des Tages abgerufen werden konnte. Das Ziel – ein würdiger Abschluss des Turniertages – wurde vollständig erreicht.
Fazit und Dank
Der 7. Rang an der U14-Schweizermeisterschaft ist ein Ergebnis, auf das der TV Lunkhofen mit grossem Stolz zurückblicken darf. Besonders bemerkenswert ist die sportliche Entwicklung, die das Team im Verlauf des Turniertages gezeigt hat: Von ersten Unsicherheiten im Umgang mit dem hohen Niveau der Schweizermeisterschaft bis hin zu einer Viertelfinalteilnahme gegen den späteren Meister Uni Bern – diese Kurve verdeutlicht das Potenzial und die Lernbereitschaft der gesamten Mannschaft.
Neben der sportlichen Leistung zeichnete das Turnier die Jungs des TV Lunkhofen als bestes Schiri-Team aus. Diesem Privileg entsprechend leiteten sie sowohl das kleine als auch das grosse Finale – eine Aufgabe, die Reife, Konzentration und Sportsgeist erfordert, und die das Team mit Bravour meisterte.
Ein herzlicher Dank geht an alle Sponsoren, die diesen Einsatz an der Schweizermeisterschaft ermöglicht haben. Ohne ihre Unterstützung wäre die Teilnahme an einem solchen Turnier und die damit verbundene wertvolle Erfahrung für unsere Jungs nur durch starke Belastung des Familienbudgets möglich.
Ebenso geht ein herzlicher Dank an die vollständig mitgereisten Eltern, Grosseltern sowie Gottis und Göttis, welche die Jungs so zahlreich unterstützt haben.










