Nach dem spannenden Saisonauftakt gegen Kanti Baden wollte das Herren 1 am Samstag vor heimischem Publikum die nächsten Punkte holen. Mit Volley Luzern wartete allerdings ein Gegner, der bereits in der Vorwoche mit einem 3:2-Sieg gegen den letztjährigen Gruppensieger Dragons Lugano auf sich aufmerksam gemacht hatte. Einfach würde es also nicht werden. Trotzdem war die Motivation gross, schliesslich hatte Lunki in der vergangenen Saison beide Direktduelle gewonnen und dabei insgesamt sechs Punkte geholt.
Ein holpriger Start
Am Samstagnachmittag traf sich das Herren 1 ausnahmsweise in Unterlunkhofen, um die Partie gegen das junge Team aus Luzern in Angriff zu nehmen. Da Florin Meister weiterhin verletzt ausfiel, musste die Aufstellung erneut angepasst werden. Philipp Schennach durfte als Aussenangreifer von Beginn an ran, wurde von den Luzernern aber direkt als Serviceziel auserkoren. Die Gäste wollten Lunki damit bereits bei der Annahme das Leben schwer machen.
Auch im Angriff hatte Volley Luzern einiges zu bieten. Mit variantenreichen Angriffen zwangen sie den normalerweise blockstarken TVL immer wieder in Eins-gegen-Eins-Situationen. Und auch wenn Lunki am Netz dagegenhalten wollte, fanden die Luzerner häufig eine Lösung. Der erste Satz ging deshalb mit 25:22 an die Gäste.
Lunki schlägt zurück
Im zweiten Satz zeigte sich das Herren 1 deutlich verbessert. Mit unveränderter Aufstellung ging es zurück aufs Feld und diesmal begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Punkte waren hart umkämpft und keiner wollte dem anderen etwas schenken.
In der Satzmitte gelang es Lunki dann, sich mit starken Services von Kay Baumgartner und mehr Disziplin am Netz etwas abzusetzen. Diesen Vorsprung liess sich das Herren 1 nicht mehr nehmen und gewann den Satz mit 25:20.
Der Ausgleich war geschafft! Die Hoffnung auf weitere Punkte war zurück und das Publikum durfte sich auf einen spannenden weiteren Spielverlauf freuen.
Wenn plötzlich nichts mehr funktioniert
Leider konnte Lunki den Schwung aus dem zweiten Satz nicht mitnehmen. Im dritten Durchgang fehlte es deutlich an Aggressivität. Weder beim Service noch im Angriff gelang es, genügend Druck aufzubauen, um die Luzerner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Volley Luzern hingegen nutzte seine Chancen konsequent und bestrafte die Fehler auf Lunki-Seite gnadenlos. Dazu kamen immer mehr Eigenfehler, wodurch sich die Gastgeber das Leben zusätzlich erschwerten.
So wurde aus dem ausgeglichenen Spiel schnell eine schwierige Angelegenheit. Der dritte Satz ging deutlich mit 25:17 an die Gäste. Für Lunki hiess es nun, den Kopf nicht hängen zu lassen und nochmals alles in den vierten Satz zu werfen.
Ein Satz zum Vergessen
Für den letzten Satz nahm Lunki einen Wechsel auf der Passposition vor: Long Truong kam für Aaron Meister ins Spiel und sollte nochmals neuen Schwung bringen.
Doch Volley Luzern liess sich davon kaum beeindrucken. Die Gäste spielten beinahe fehlerfrei und nutzten die Unsicherheit auf Lunki-Seite konsequent aus. Auch der Wechsel brachte nur kurzzeitig die erhoffte Wirkung. Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte und es wurde immer schwieriger, nochmals ins Spiel zurückzufinden.
Der vierte Satz ging mit 25:11 deutlich an Volley Luzern. Damit musste sich das Herren 1 nach dem zwischenzeitlichen Satzausgleich am Ende mit 1:3 geschlagen geben.
Kopf hoch, weiter geht’s!
Natürlich hatte sich das Herren 1 den Samstagnachmittag anders vorgestellt. Nach dem gelungenen zweiten Satz wollte man vor heimischem Publikum unbedingt mehr herausholen. Am Ende fehlte es jedoch an Konstanz, Durchschlagskraft und der nötigen Aggressivität, um Volley Luzern über längere Zeit unter Druck zu setzen.
Lange Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht. Bereits am Sonntag steht das Cup-Spiel gegen Volley Speicher aus der 4. Liga auf dem Programm. Dort will Lunki den Kopf freispielen, neues Selbstvertrauen tanken und wieder mit mehr Lockerheit auftreten.
Und auch in der Meisterschaft geht es schon bald weiter: Am Montag wartet mit Volley Wyna in Reinach die nächste Aufgabe. Die Gelegenheit, es besser zu machen, lässt also nicht lange auf sich warten.
Hopp Lunki!
Telegramm: Samstag, 17.10.2026, Turnhalle Unterlunkhofen, 50 Zuschauer, Schiedsrichter: A. Tüscher und M. Kohlbeck.
Satzresultate: 22:25, 25:20, 17:25, 11:25 (1:3)
TV Lunkhofen: A. Meister, M. Kaufmann, K. Baumgartner, Y. Baumgartner, J. Kurt, R. Kopp, A. Kohler, J. Jacob, L. Truong, P. Schennach, S. Staufer, N. Wyrsch.
Volley Luzern: S. Amberg, J. Baumann, A. Baltermi, S. Barengo, M. Correa dos Santos, S. Dittli, T. Corlezza, O. Hill Azpeitia, E. Steiger, C. Takahaschi