Nach dem ersten Meisterschaftssieg gegen Volley Wyna wollte das Herren 1 direkt nachlegen. Am Samstagabend ging es dafür nach Sarnen zu Raiffeisen Volleya Obwalden, einem der beiden Aufsteiger der Saison. Die Ausgangslage war klar: Die nächsten drei Punkte sollten ins Freiamt! Einfach machen wollten es die Gastgeber dem TVL allerdings nicht.
Ein Satz, der Nerven kostet
Um 20:05 Uhr konnte es nach einer kleinen Verzögerung endlich losgehen. Lunki startete stark in die Partie und zeigte direkt, dass man die lange Fahrt nicht umsonst auf sich genommen hatte. Doch auch Obwalden wusste sich zu wehren. Bis zur Satzmitte entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte.
Beim Stand von 16:16 war weiterhin alles offen. Allerdings fiel es Lunki zunehmend schwer, die Motivation in der grossen Halle hochzuhalten. Obwalden nutzte diese Phase und setzte sich etwas ab. Zeit für Coach Jacob, mit einem Timeout wieder Ordnung ins Spiel zu bringen.
Und tatsächlich: Das Timeout zeigte Wirkung! Lunki kämpfte sich zurück, sodass auch der gegnerische Coach reagieren musste. Trotz einer etwas unregelmässigen Leistung behielten die Freiämter in der entscheidenden Phase die Nerven und sicherten sich den ersten Satz knapp mit 27:25.
Von 14:18 zum Satzgewinn – Lunki gibt nicht auf!
Im zweiten Satz ging es ähnlich weiter. Beide Teams kämpften um jeden Punkt, doch erneut machte Obwalden den Gastgebern das Leben schwer. Besonders der gegnerische Diagonalangreifer setzte die Annahme und Defensive von Lunki unter Druck.
Beim Stand von 14:18 musste Coach Jacob erneut eingreifen. Seine Botschaft war klar: Der Satz war noch lange nicht verloren!
Kurz darauf kamen Noah Wyrsch und Sven Staufer ins Spiel und brachten frische Energie auf das Feld. Gleichzeitig wurde das Defensivsystem angepasst, wodurch der starke Diagonalangreifer von Obwalden besser kontrolliert werden konnte.
Mit viel Einsatz in der Defensive und starken Services von Aaron Meister und Kay Baumgartner kämpfte sich Lunki Punkt für Punkt zurück. Plötzlich wurde es wieder richtig spannend!
Obwalden führte zwar weiterhin mit 23:21, doch Lunki liess sich nicht abschütteln. Die Gastgeber versuchten mit mehreren Timeouts, den Lauf der Freiämter zu unterbrechen. Doch die neu gewonnene Energie war nicht mehr zu stoppen.
In der Schlussphase übernahm Joaquin Jacob Verantwortung und setzte sich gleich mehrfach erfolgreich durch. So drehte Lunki auch diesen Satz und gewann ihn mit 26:24.
Aus einem Rückstand wurde ein Satzgewinn – und plötzlich fehlte nur noch ein Durchgang zum Auswärtssieg!
Im dritten Satz lässt Lunki nichts mehr anbrennen
Nach dem starken Comeback im zweiten Satz war das Herren 1 endgültig auf Betriebstemperatur. Lunki setzte Obwalden von Beginn an unter Druck und liess den Gastgebern immer weniger Möglichkeiten, ihr eigenes Spiel aufzubauen.
Während in den ersten beiden Sätzen noch um jeden Punkt gekämpft werden musste, lief im dritten Durchgang plötzlich vieles zusammen. Der Service erzeugte Druck, die Defensive stand stabil und auch im Angriff fand Lunki immer wieder die richtigen Lösungen.
Zwar schlichen sich vereinzelt noch Abstimmungsprobleme mit den Mittelangreifern ein, doch diesmal liess sich das Herren 1 davon nicht aus dem Konzept bringen. Auch die Wechsel auf Seiten von Obwalden konnten den Lauf der Freiämter nicht mehr stoppen.
Nach 75 Minuten reiner Spielzeit war es geschafft: Lunki gewann den dritten Satz deutlich mit 25:15 und machte den 3:0-Auswärtssieg perfekt!
Drei Punkte im Gepäck – und eine Revanche steht an
Was zunächst nach einem schwierigen Abend aussah, entwickelte sich zu einem starken Auswärtserfolg. Besonders das Comeback im zweiten Satz zeigte, dass Lunki auch in schwierigen Phasen zusammenhalten und sich zurückkämpfen kann.
Mit dem 3:0-Sieg gegen Raiffeisen Volleya Obwalden sichert sich das Herren 1 drei weitere wichtige Punkte und kann mit zusätzlichem Selbstvertrauen in die nächste Trainingswoche starten.
Nun folgt eine kurze Pause, bevor es am Mittwoch, 4. November 2026, wieder ernst wird. Dann empfängt Lunki in Oberlunkhofen den LK Zug – einen Gegner, gegen den man in der vergangenen Saison noch keine Punkte holen konnte.
Die Motivation für die Revanche dürfte also gross sein. Mit der Energie aus Sarnen und der Unterstützung des heimischen Publikums soll diesmal auch gegen Zug etwas Zählbares herausschauen.
Hopp Lunki!