Letzter Test vor dem Saisonstart in Baden
Knapp zwei Wochen nach dem Vorbereitungsturnier in Davos ging es für das Herren 1 am Sonntag, 20. September 2026, nach Baden. Das Turnier wurde vom VBC Kanti Baden organisiert – einem Verein, zu dem Lunki schon seit längerem eine kleine Rivalität pflegt. Dies nicht zuletzt, weil das Herren 1 in der kommenden 1.-Liga-Meisterschaft direkt gegen Kanti Baden in die Saison starten wird.
Das Turnier war somit die perfekte Gelegenheit, kurz vor dem Saisonstart nochmals verschiedene Sachen auszuprobieren, die letzten Abstimmungen zu machen und natürlich herauszufinden, wo das Team aktuell steht.
Guter Start gegen Andwil-Arnegg
Bereits am frühen Morgen stand das erste Gruppenspiel gegen den VBC Andwil-Arnegg auf dem Programm. Anders als beim etwas verschlafenen Start in Davos fand Lunki diesmal deutlich schneller ins Spiel. Die Energie und Motivation waren von Anfang an spürbar – wahrscheinlich auch, weil der Saisonstart immer näher kommt.
Die Abstimmung im Zuspiel funktionierte gut und auch das schnelle Spiel über die Mitte konnte von Beginn an umgesetzt werden. Vor allem mit dem Service konnte Lunki viel Druck aufbauen und sich so einen deutlichen Vorsprung erspielen.
Der erste Satz ging mit 25:15 an Lunki. Auch im zweiten Satz schlichen sich zwar einige Eigenfehler ein, trotzdem konnte der Service-Druck weiterhin aufrechterhalten werden. So konnte das Herren 1 auch den zweiten Satz für sich entscheiden und startete mit einem verdienten 2:0 ins Turnier.
Doch sollte es so weitergehen?
Das Comeback gegen BTV Aarau
Im zweiten Spiel wartete mit dem BTV Aarau ein Aufsteiger auf Lunki. Auch Aarau hatte sein erstes Spiel gewonnen und ging entsprechend motiviert in die Partie.
Nach dem ersten Sieg war auch das Herren 1 heiss auf das nächste Spiel. Coach Flo hielt nochmals eine kurze, aber klare Ansprache, bevor es nach einer kleinen Verzögerung endlich losging.
Die Aufstellung unterschied sich dabei stark vom ersten Spiel. Fast die komplette Mannschaft wurde ausgewechselt. Einzig Jan, der bereits im ersten Spiel auf dem Feld stand, blieb in der Startformation.
Zu Beginn lief es für Lunki auch direkt gut. Die ersten Punkte konnten gewonnen werden und die Freude auf der Bank war gross. Doch diese Freude hielt nicht besonders lange an. Der Service von BTV Aarau erzeugte immer mehr Druck und Lunki geriet mit 3:12 deutlich ins Hintertreffen.
Zeit für ein Timeout.
Flo musste etwas spezifischer werden und vor allem eines klarstellen: Das Spiel war noch lange nicht vorbei. Mit neuer Motivation ging es zurück aufs Feld – und plötzlich sah die Sache ganz anders aus.
Das Herren 1 startete eine riesige Aufholjagd. Punkt für Punkt wurde der Rückstand kleiner und auch die Bank hatte ihren Spass. Jeder gewonnene Punkt wurde mit immer kreativeren Celebrations gefeiert.
Plötzlich stand es 18:18.
Das Comeback war fast perfekt. Aarau konnte sich danach jedoch nochmals etwas absetzen und sicherte sich schlussendlich trotzdem den ersten Satz.
Im zweiten Satz nahm Flo nochmals einige Wechsel vor. Leider wiederholte sich die Geschichte ein Stück weit. Der Service-Druck von Aarau war erneut sehr hoch und Lunki geriet wieder früh in Rückstand. Auch ein Wechsel auf der Passposition mitten im Satz konnte nicht mehr genug verändern.
Damit verlor das Herren 1 das zweite Spiel und belegte nach der Gruppenphase den zweiten Platz.
Das Highlight gegen Volero Zürich
Nach einer Mittagspause und den ersten beiden Gruppenspielen wartete mit Volero Zürich der wohl stärkste Gegner des Tages.
Nach etwas «Spionage» beim vorherigen Spiel wusste das Herren 1 ungefähr, was auf sie zukommen würde. Volero war mit einem starken Kader nach Baden gereist und entsprechend gespannt war man, ob Lunki gegen das Zürcher Team mithalten konnte.
Im ersten Satz startete die Starting Six motiviert. Florin setzte direkt ein Zeichen mit einem starken Blockpunkt und Aaron legte mit zwei aufeinanderfolgenden Service-Assen nach.
Doch Volero liess sich davon nicht beeindrucken und schlug direkt zurück. Einige Eigenfehler auf Lunki-Seite – unter anderem zu nahe Pässe ans Netz oder nicht sauber gestellte Blocks – sorgten dafür, dass sich Volero wieder herankämpfen konnte.
In der Mitte des Satzes stand es ausgeglichen und Coach Flo reagierte mit einem Timeout.
Danach konnte sich Beat mit starkem Cover und guten Angriffen gleich mehrmals durchsetzen und wichtige Punkte holen. Doch auch das hielt nicht ewig an. Wieder schlichen sich Eigenfehler ein und teilweise fehlte in wichtigen Situationen etwas die letzte Konsequenz.
Zeit für einen Wechsel auf der Passposition. Sven T. und Jogi kamen ins Spiel und konnten direkt den ersten Punkt holen. Trotzdem fand Lunki nicht mehr richtig zurück ins Spiel und musste den ersten Satz abgeben.
Im zweiten Satz bekamen die Spieler, die bereits im ersten Satz gestartet hatten, nochmals ihre Chance.
Diesmal konnte Volero nicht den gleichen Service-Druck aufbauen. Dafür zeigte Lunki sein bisher wohl bestes Spiel des Turniers. Die Abstimmung und Kommunikation stimmten und jeder Punkt wurde gemeinsam gefeiert.
Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch.
Manu hatte nach einem starken eigenen Angriff einen Overpass, den er anschliessend selbst ins Aus hämmerte. Davon liess er sich jedoch nicht beeindrucken und revanchierte sich direkt mit zwei aufeinanderfolgenden Punkten. Ein Zeichen dafür, dass auch unsere Mitten bereit waren.
Nach einigen Servicefehlern auf beiden Seiten gelang Lunki schliesslich auch noch ein erfolgreicher Dreierblock.
Zum Ende des Satzes kam dann Florins grosser Auftritt: Mit drei Assen in Folge entschied er den zweiten Satz für das Herren 1.
1:1 gegen Volero.
Nach einer kurzen Unterbrechung, da zunächst niemand so genau wusste, ob die Partie direkt im Tiebreak entschieden werden sollte, ging es schliesslich in den letzten Satz.
Jan war heiss und hämmerte die Bälle immer wieder in den Boden. Kay holte hinten praktisch alles, was noch irgendwie zu retten war, und verwandelte einige dieser Bälle direkt wieder in Punkte.
Doch in dieser heissen Phase fehlte Lunki bei einigen ungenauen Bällen die letzte Konsequenz. Volero konnte sich knapp durchsetzen und gewann den Entscheidungssatz mit 17:15.
Trotz der Niederlage war es wohl eines der besten Spiele des Tages und zeigte, dass Lunki auch gegen einen starken Gegner auf Augenhöhe spielen kann.
Die letzten Kräfte gegen die Argovia Talents
Im letzten Spiel des Tages war dann langsam die Luft draussen.
Nach einem langen Turniertag machten sich bei einigen Spielern bereits Schmerzen bemerkbar. Entsprechend wollte man kein unnötiges Verletzungsrisiko mehr eingehen.
Trotzdem wurde das letzte Spiel gegen die Argovia Talents nochmals ernst genommen.
Der Start war ausgeglichen. Ein Punkt für Argovia, ein Punkt für Lunki – und immer so weiter. In der Mitte des Satzes konnten sich die Argovia Talents jedoch etwas absetzen.
Die Bank machte zwar weiterhin riesige Party, doch auf dem Feld fehlten langsam die nötige Energie und Kraft. Der erste Satz ging deshalb an die Argovia Talents.
Im zweiten Satz sah es zunächst ähnlich aus. Alle kämpften und spielten eigentlich gut, doch nach einem ganzen Turnierwochenende war die letzte Überzeugung langsam verschwunden.
Bei einem Spielstand von 12:19 nahm Flo nochmals ein Timeout. Seine Ansage war klar: Wir müssen noch mindestens 20 Punkte erreichen.
Und plötzlich war wieder etwas Energie da.
Lunki holte Punkt für Punkt auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Aus 12:19 wurde 22:22. Plötzlich war wieder alles offen und auch die Bank glaubte wieder an den Satzgewinn.
In der Endphase gaben nochmals alle alles. Doch ganz reichte es schlussendlich nicht mehr. Die Argovia Talents gewannen den zweiten Satz knapp mit 28:26.
Fazit
Mit dem Turnier in Baden geht für das Herren 1 die intensive Phase der Sommervorbereitung langsam zu Ende.
Im Vergleich zum Turnier in Davos waren bereits deutliche Fortschritte zu sehen. Das neue Spieltempo funktioniert immer besser, die Abstimmung innerhalb des Teams wird sicherer und auch gegen starke Gegner konnte Lunki phasenweise sehr gutes Volleyball zeigen.
Natürlich gibt es bis zum Saisonstart noch einige Dinge, an denen gearbeitet werden muss. Aber genau dafür waren die Vorbereitungsturniere da.
Nun geht es darum, die letzten Trainingseinheiten nochmals zu nutzen und den letzten Feinschliff zu holen.
Jetzt wird es ernst
Der Saisonstart steht unmittelbar vor der Tür. Bereits am 10.10.206 gegen den VBC Kanti Baden startet das Herren 1 offiziell in die neue 1.-Liga-Saison.
Das Herren 1 freut sich auf die neue Saison und natürlich auf zahlreiche Unterstützung in der Halle!